Lions - Club Beilngries

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     Hilfe für Haiti

Vor zwei Jahren ereignete sich das schwere Erdbeben auf Haiti, das vielen Menschen die Lebensgrundlage entzog. Auch der LC Beilngries hat sich im Rahmen der internationalen Lions-Hilfsorganisation engagiert. Was ist zwischenzeitlich mit den Hilfsgeldern geschehen? Sind die Spendengelder bei den betroffenen Menschen angekommen? Nachfolgend ein aktueller Bericht des Hilfswerkes von Lions Clubs International Fundation:

Lions stehen zwei Jahre später in Haiti mit Hand und Herz zur Seite

Yvette zählt zu den vielen Haitianern, die jetzt wieder Zukunftsträume haben. Sie hofft, als erste in ihrer Familie zu studieren. Sie gehört zu den 1000 Familien, die dank der Lions ein neues Obdach und neue Zukunftserwartungen haben. Der Wiederaufbau von Häusern und Leben in Haiti geht zwei Jahre nach dem Erdbeben am 12. Januar 2012 weiter. Die Lions werden diesen Monat die National Nursing School von Port au Prince, an der jährlich 350 Studenten ausgebildet werden, offiziell einweihen. Die Lions starten auch ein Projekt für den Bau von 400 weiteren Häusern und einem Gemeindezentrum, das Berufsausbildung anbietet. In der Notre Dame-Schule werden acht neue Klassenzimmer gebaut, so dass 361 Schüler wieder in die Schule gehen können. Mehrere Projekte sind ebenfalls fast abgeschlossen, u.a. 600 Häuser für Familien, die einst in Lions-Zeltstädten lebten. Viele der Projekte werden in Partnerschaft mit anderen Organisationen durchgeführt, um die Lions-Gelder effektiv zu nutzen. Die Projekte wurden vor kurzem in mehreren neuen Nachrichten-Stories behandelt. Sehen Sie sich unser Faktenblatt an und besuchen Sie die Website von Lions Clubs International Fundation  zwecks weiterer Informationen.


     60 Jahre Lions in Deutschland

Damals wie heute: Pioniergeist der Gründer gefragt

Von Andreas Westhoff | 60 Jahre Lions in Deutschland – „Keim“ in Düsseldorf gelegt

Wenn Lions Deutschland seinen 60. Geburtstag feiert, ist ein Rückblick auf seine Geschichte unvermeidbar. Schon im Januar 1992 erschien anlässlich des 40-jährigen Jubiläums auf der Titelseite des LION als Schriftzug die Frage „Wie war das eigentlich 1951? Vom Pioniergeist der Lions-Gründer“. Wir sollten unsere eigene Historie nicht vergessen. Es waren sieben Persönlichkeiten, die sich in Düsseldorf am 5. Dezember 1951 in der Gründungsversammlung mit dem Gedanken fanden, die Idee des „We Serve“ zu verwirklichen, sich mit den Zielen und ethischen Grundsätzen der in Deutschland unbekannten Lions auseinanderzusetzen: ein Anwalt (Theo Kreuz), ein Notar (Franz Westhoff), ein Arzt (Bernd Hesse), ein Bankier (Fritz Meyer-Struckmann), zwei Verwaltungsjuristen (Herbert Boldt, Max Hildebrandt Freiherr von Gumppenberg) und ein Wirtschaftsjurist (Herbert Seidel). Ihre Namen als „Urlöwen“ sind in Vergessenheit geraten und selbst in den modernen Schriften unserer Vereinigung nicht mehr genannt – eben vergessen.

Der Weg zu Lions Deutschland führte keineswegs geradlinig über die USA, vielmehr waren es die Schweizer Freunde aus Zürich, hier besonders genannt Hector von Salis, die den Düsseldorfern die unterstützende Hand reichten. Bernd Hesse, einer der sieben Urlöwen schrieb seinerzeit: „Die Feier der Charter-Übergabe wurde auf den 27. Februar 1952 festgesetzt. Das war ausgerechnet der Aschermittwoch, ein im Rheinland nicht gerade bequemer Tag. Wir nahmen ihn gerne in Kauf, weil uns für diesen Termin von Chicago der Besuch des internationalen Präsidenten angekündigt worden war...“. Mit Aufnahme des Lions Clubs Düsseldorf war Deutschland der zehnte europäische Staat im Kreis der internationalen Lions-Gemeinschaft. Von Beginn an, schon in der Gründungsphase des Lions Clubs Düsseldorf, gab es das Bemühen, die Basis von Lions Deutschland möglichst rasch durch Gründung weiterer Clubs zu erweitern.

Ein nicht einfaches Unterfangen bei natürlich nicht-existenter Organisation. Immerhin waren es noch im gleichen Jahr 1952 drei, 1955 schon 34 Clubs mit 716 Mitgliedern. Mit stetem Wachstum und Ausdehnung von Lions über die gesamte Bundesrepublik wurde der Lions Club Düsseldorf einer von vielen. Anlässlich des zehnten Geburtstages von Lions Deutschland charakterisierte dies der damalige Präsident LL Franz Westhoff mit den Worten: „In Düsseldorf wurde vor zehn Jahren der Keim gelegt. Zu reicher Blüte hat der Keim sich entfaltet. So ist der Düsseldorfer Lions Club nur noch ein Spross unter vielen anderen, die  ortwirkend Frucht tragen.“

Der Grundgedanke, Hilfe in größerem Ausmaß zu leisten, fand seine erste bedeutsame Verwirklichung im Rheinland 1956 bei der tatkräftigen Unterstützung ungarischer Flüchtlinge. Lions mieteten Wohnungen für Familien, führten sie teilweise wieder zusammen, vermittelten Arbeit. Lions entwickelten sich in den folgenden Jahren zunehmend zu Clubs, in denen auf der Basis der Freundschaft gemeinsame Aktivitäten zur Hilfestellung Bedürftiger in großem Stil geleistet wurden, vorrangig in der eigenen Region, aber auch bei großen überregionalen Projekten, getreu dem Grundsatz „We Serve“. Seinen 50. Geburtstag feierte Lions Deutschland an seiner Geburtsstätte in Düsseldorf. Geburtstagsgeschenk war eine millionenschwere Unterstützung des Friedensdorfes Oberhausen.

Sechs Jahrzehnte nach Gründung des ersten Clubs in Deutschland sind es viele tausend Mitglieder, die Freundschaften pflegen und soziale Projekte initiieren oder unterstützen, die ohne Hilfe der Lions teilweise nicht mehr existieren könnten.

Aus dem Mitgliedermagazin LION Januar 2012


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